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Post aus Südost - Ausschreibung #4: be:schleunigt || ent:schleunigt. Geschwindigkeit

 

 

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Das literarische Online-Magazin Post aus Südost nimmt ab sofort Einsendungen für Ausgabe #4 entgegen. Angesprochen sind junge Schriftsteller_innen aus Serbien und aus dem Kosovo, ihre Texte zum Thema „be:schleunigt || ent:schleunigt: Geschwindigkeit“ einzusenden.


Das Leben im 21. Jahrhundert - im Sog der sich immer schneller drehenden Welt? Oder gibt es die Rückzugsräume der Stille und Langsamkeit? Schneller, weiter, höher? Slow Food und der stehen gebliebene Zeiger der großen Wanduhr. Die Richtung bestimmst du.
Veröffentlicht werden Texte aus dem Bereich Lyrik und Prosa (auch Romanausschnitte)


Formale Kriterien:
Die Texte sollten maximal 11.500 Zeichen (ca. 1500 - 1700 Wörter) lang sein.
Lyrische Texte: Maximal 3 Gedichte.
Zulässige Dateiformate: .doc /.docx /.odf
Die Texte sollen in deiner Muttersprache (serbisch oder albanisch) verfasst sein.
Bitte füge deiner Einsendung eine Kurzvita (Name, Vorname, Geburtsort, eventuell frühere
Veröffentlichungen, eine „1-Satz-Anekdote") mit einem Autorenbild (freiwillig) hinzu. Solltest du eine Autoren-Webseite haben, gib diese bitte an.

Einsendeschluss: 31. Januar 2012

 

Wir freuen uns auf eure Einsendungen an: post@lipa-network.de

Die zu veröffentlichenden Texte werden von der Redaktion ausgewählt.

 

Das literarische Online-Magazin Post aus Südost versteht sich als Plattform für junge Schriftsteller_innen aus SOE und dient der Intensivierung von Kontakten zwischen Nachwuchskünstler_innen aus dem deutschsprachigen Raum und aus SOE. Den Autor_innen wird die Möglichkeit gegeben, ihre Prosa und Lyrik einem breiteren Publikum vorzustellen. Post aus Südost ist mehrsprachig: Die Texte können in der Muttersprache und in der deutschen Übersetzung gelesen werden.

Post aus Südost - #3

12/2010

 

Es war eine schöne Überraschung für uns Postboten. Kaum ging die erste Ausgabe Post aus Südost zu Jahresbeginn 2010 online, erhielten wir elektronische Briefe und Anfragen rumänischsprachiger AutorInnen, ob es denn nicht möglich wäre, ein Magazin mit junger rumänischer Literatur  herauszubringen. Es ist möglich. Wir haben eifrig „Post gesammelt“ und können, vorsichtig gesagt, mit Ausgabe #3 von Post aus Südost einen klitzekleinen Einblick in die gegenwärtige Literaturszene Rumäniens geben. Ein bisschen selbstbewusster würde das Gesagte vielleicht so klingen: LiebeR LeserIn – es erwarten Dich hervorragende Prosa und Lyrik junger Menschen aus dem östlichsten EU-Mitgliedsstaat. Emotionale und lebendige Geschichten und Gedichte -  laute und leise Töne. Viel Spaß beim Entdecken und Lesen!

 

Ein besonderer Dank gilt all den HelferInnen, die diese Ausgabe durch ihr ehrenamtliches Engagement erst ermöglicht haben: Allen voran den beiden Übersetzerinnen Iulia Dondorici [www.rumaenische-literatur.de] und Eva Ruth Wemme [www.evaruthwemme.de, siehe auch das Interview über rumänische Gegenwartsliteratur], die in tage- und nächtelanger Arbeit rumänische Originaltexte ins Deutsche übersetzt haben. Ein großes Dankeschön geht an Calin Kruse, Grafik-Designer und Herausgeber des Foto- und Artzines „die nacht“ [www.dienacht-magazine.com], der uns für diese Ausgabe seine Fotostrecke zum ländlichen Leben in Rumänien bereit gestellt hat.

Vielen Dank auch an Marc-Jano.

 

Wie auch die beiden vorherigen Ausgaben kann das aktuelle Magazin sowohl in deutscher Übersetzung, als auch im rumänischen Original gelesen werden.

 

Eine gute Lektüre wünschen

 

die Postboten

Ana Heske, Dorothee Baumann und Niko Gebauer

Calin Kruse - Romanian Days

12/2010

 

Bilder entstehen in dieser Ausgabe Post aus Südost nicht nur durch das Lesen der vielseitigen rumänischen Literatur. Calin Kruse - Fotograf, Herausgeber von Artzines und Grafikdesigner - gewährt mit seiner Fotostrecke Romanian Days Einblicke in das ländliche Leben Rumäniens. Die Bilder, die die verschiedenen literarischen Texte begleiten, entstanden im Sommer 2010. Der gebürtige Rumäne Calin Kruse war unterwegs - und in einem kleinen Dorf im Banat, unweit der rumänisch-serbischen Grenze traf er auf Marija und rumänisches Dorfleben im Jahr 2010.

 

Calin Kurse: Maria ist 72 Jahre alt und wohnt in einem Dorf im Südwesten Rumäniens, nahe der serbischen Grenze. Trotz ihres Alters unterhält sie ein riesiges Haus mit 6 Zimmern – das sie seit dem Tod Ihres Mannes und Ihrer Eltern alleine bewohnt, ihre Tiere und mehrere Obst und Gemüsegärten.

Ihr Arbeitstag fängt morgens um 6 Uhr an, wenn sie ihre Kuh wäscht, melkt und auf die Weide schickt, und endet um 24 Uhr mit dem Aufräumen der Küche. Sie ist, wie viele Menschen in dem Dorf, weitgehend Selbstversorgerin. Obwohl sie Rente und die Deportiertenrente Ihres Mannes bekommt, keine Kinder hat und deswegen nicht mehr so viel arbeiten müsste,  kennt sie nichts anderes als Arbeit und kann damit nicht aufhören.

Maria ist noch nie verreist, der einzige Ausflug Ihres Lebens war ein Zirkusbesuch im Bukarest, als sie 17 Jahre alt war.

 

Mehr über den Autor: hier.